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Warum ich (zu 99%) nicht trinke

Ich trinke nicht! So gut wie nicht.

Ich war noch nie ein großer Fan von alkoholischen Getränken, einfach aufgrund des Geschmacks. Ich fasse meine Geschmackswelt gern so zusammen: ich habe einen Kindergaumen. Ich mag süß, salzig, fettig, fruchtig. Für komplexe Bouquets und Whiskeys habe ich nichts über – Chips gehen einfach leichter runter.

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Auslöser für meinen fast allumfassenden Verzicht war, natürlich, Fettlogik. So viele Kalorien ausgeben für etwas, das mir nicht mal schmeckt? Sinnlos. Daher war es kein Akt für mich „aufzuhören“ zu trinken. Ich habe sowieso nur getrunken, wenn wir feiern gegangen sind oder auf Partys waren, und beides kommt nicht oft vor. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein Bier oder einen Wein zum Essen zu trinken, oder gemütlich aufm Soffa vorm Fernseher – weil es mir schlicht nicht schmeckt. Es würde eine Mahlzeit für mich in keinster Weise abrunden. Ich finde an Alkohol nichts „lecker“. Chips, Gummibärchen, Schokolade, kann ich alles nachvollziehen, aber Alkohol als Schnökerei? Ne. Dabei meine ich vor allem die orale Aufnahme als eigenständige Flüssigkeit, auf Rotweinsoße lasse ich nichts kommen. So lange sie nicht wirklich nach Alkohol schmeckt.

Aber – ich habe auf Wacken selbstgemachten Mexikaner getrunken? WHAT? Korn und Tasbasco? Und… diverse andere Dinge, ich hab das Zeug nicht gemacht?

Ich formuliere neu:
Ich trinke keine alkoholischen Getränke mehr, die mir nicht schmecken. Und ich trinke nur, wenn ich wirklich will, und nicht aus Reflex, weil alle trinken.

Mexikaner (zumindest der von Lord Wacken) schmeckt wie scharfe Tomatensoße. Wichtig: ich kann ein Pinnchen trinken, ohne Cola oÄ nachkippen zu müssen, um mir die Zunge abzuwaschen.

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Was ist dann mit Cocktails? Bei den aaaallermeisten Cocktails schmeckt man (= meine Babyzunge) den Allohol im Abgang. Das versaut mir persönloch das Geschmackserlebnis. Darum trinke ich auch Cocktails nur noch alkoholfrei – denn wenn ich einen Cocktail finde, der mit Alkohol drin schmeckt, als wäre keiner drin – warum trinke ich nicht gleich den alkoholfreien? Billiger ist das auch.

Aber, aber, ok – wat is mitn Suff? Wollmanichsooobisscchen blausein *hicks* issoauchganzlustichhhhhh eheheheheeheeee.
Ja. Der Spaß, besoffen zu sein. Ich hab nichts dagegen, wenn Leute trinken. Angetüddelt sein hat natürlich so seinen Charme. Allerdings habe ich mich in der Vergangenheit als schlecht beim Einschätzen meines Pegels erwiesen, und Kotzen macht null Bock. Am nächsten Tag Bauchweh haben macht null Bock. Sich voll auf die Fresse legen macht null Bock. Und drunter tu ich’s nicht. Wenn ich schon trinke, dann richtig. Für ein bisschen albern sein, gackern und tanzen muss ich echt nichts trinken. Das kann ich alles komplett nüchtern 😀 Außerdem habe ich das schräge Phänomen beobachtet, dass ich quasi blau by proxy werde – irgendwie färbt die Stimmung des angeduselten Umfeldes auf mich ab. Vor allem wenn ich müde werde, danach kommt ja ohnehin bekanntlich doof. Und dann fahre ich noch die Kids nachhause. So praktisch sind die Nichtrinker 😀

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Alkohol ist für mich in erster Linie eine Droge. Und als solche fällt sie bei mir einfach durch, denn

A) Der Rausch ist nicht kalorienfrei
B) Der Konsum ist anstrengend, weil das Zeug mir nicht schmeckt
C) Nebenwirkungen wie Bauchweh, Kopfweh, Kotzerei können auftreten

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Im Endeffekt gibt es coolere Rauschzustände, als den vom Schnappes erzeugten, und die sind dann auch noch kalorienfrei.

Alkohol ist nie ein selbstverständlicher, alltäglicher Bestandteil meines Lebens gewesen, so dass es mir nicht schwer fällt, äußerst enthaltsam zu sein. Ähnlich wie bei meiner Mum und Zigaretten – wenn sie sagt, dass sie heute noch gar keine geraucht habe, kann ich nur sagen – wow, ich auch nicht lol rofl lololololol. Es ist halt keine Leistung auf etwas zu verzichten, was man ohnehin nicht braucht.

Die einzige Leistung beim Alkoholverzicht ist es, die eine Person abzuwimmeln, die fragt, warum ich nicht trinke. Jeder mag Bier, man müsse nur seine Sorte finden. Stellt sich raus, der Knabe hasst Kartoffeln. Aber aber, sagte ich, das kann nicht angehen, boi, jeder mag Kartoffeln, du musst nur deine Sorte finden. Aber das war dann natürlich gaaaaaaanz wat anders.

Prost!

 

OMG hört das denn nie auf.

Es tut mir Leid, aber ich hatte meine Vorher-Nachher-Fortschrittsreihe eigentlich mit einem anderen Motiv begonnen, was ich weiterführen wollte. Bei meinem letzten Post war ich aber zu faul, mich umzuziehen und hatte andere Fotos aus dem Archiv verwendet…

Tja.

Und sehr geil auch, dass ich auf einem späteren Fortschrittsfoto wieder ein Kilo mehr wiege als vorher xD Die Freuden Wassers. Und Wackens 😀

Ich bin mieser Blogger, weil ich wild poste, wann und was ich lustig bin, ohne Rücksicht auf Interesse oder Regelmäßigkeit. Aber …. äähhh… ne, eigentlich hab ich nix mehr zu sagen.

Bevor ich den Thread im Fettlogik-Forum verstopfe mit meinen Basteleien, nutze ich lieber meine eigene Plattform, die ganz allein für meinen Exhibitionismus reserviert ist. Ich hab heute voll den Selbstbespiegelungstrip, ich habe auch noch ein Statusvideo zu meinen Oberarmen in MovieMaker (ich bin halt ein PRO) gebaut, WEIL ICH BESESSEN BIN *geifert*

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Veränderung im Schneckentempo

Wie sie sehen, sehen sie nichts… Irgendwie sind die letzten 8 Kilo unsichtbar ^^

Dann lieber so:

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Man muss die Feste feiern, wie sie kommen, und die Bilder so arrangieren, wie sie einem gefallen ;P

Schummelfotos & ungeschummelte Fotos von anno dazumal.

Im Forum kam im Vorher-Nacher-Fortschritt Fotothread (mein Baby, ich als bildergeiles Luder erstellte ihn einst) unlängst der Begriff des Schummelfotos auf. Eine Userin postete ihren Fortschritt, unter anderem ein gegenüberstellendes Set, das je ein Foto „mit Schummeln“ und „ohne Schummeln“ zeigte.

Ich mache meine Fortschrittsbilder immer „mit Schummeln“. Man mag es Augenauswischerei nennen, denn ich weiß ja ziemlich genau, wie’s IRL aussieht, aber … naja. Bis ich den Tag erreicht habe, wo ich ohne aktive Anstrengung möglichst planar aussehe, wird eben gestreckt, gereckt und ge-spielbeint, was das Zeug hält ^^

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Ohne Schummeln – Mit Schummeln (trotzdem mit sad bellybutton ;D)

Ach, was rede ich für Quark – auch wenn ich am Ziel und hoffentlich gut trainiert bin, werde ich mich drehen und wenden, was das Zeug hält. Das ist menschlich. Niemand will unvorteilhaft abgebildet sein. Und kaum einer teilt unvorteilhafte Bilder, außer, um irgendeinen Punkt über Realität/Nicht-Realität Fotos zu machen. Für die eigene, tatsächliche fotografische Repräsentation nimmt niemand das Foto, wo Doppelkinn und Muffintop sich offenbaren.

Eigentlich ist dieser Post auch wieder nur eine Ausrede dafür, wanky Fotos meiner selbst zu posten, let’s be honest. Ich stehe gerade an dieser Stelle, wo ich erschnuppern kann, dass ich endlich in die Nähe meines Ziels gelange, aber, aber, aber – so nah und doch so fern – da fehlt noch dieses letzte Stück, bis ich wieder da bin, wo ich hin will.
[Bis ich meiner Wunschform bin, wird dieser geile „kleide dich wie eine 5-jährige aus den 70ern“ Feinripp & Latzhosen-Trend bestimmt leider schon vorbei sein, schnief.]

In solchen Momenten entwickeln die Bilderorder auf meinem Computer einen unheimlichen Sog – aber es hilft nix, zu spekulieren, zu träumen und reminiszieren – da hilft nur machen! Zeitreise auf die harte Tour, durch das Wiederherstellen von verflossenen Zuständen.

So lange fröne ich meinem Ohrwurm. Dieser Text ist so dumm und #problematic. Und Niederländer klingen auf Deutsch einfach so ultraknuffig :3

Für die Niederlandisten unter uns, die das Lied sicher schon lange kennen, weil es ein alter Hut ist: https://vimeo.com/128467807

Gotta buckle down!

Fortschritt 2015 – 2016

Vom Mai 2015 bis Juli 2015 trat in 10 Kilo in den Arsch. Vom Juli 2015 bis zum Juli 2016 bummelte ich 10 weitere runter… Eigentlich wollte ich zu Weihnachten fertig sein, aber wie einst die englischen Soldaten im ersten Weltkrieg irrte ich mich.  Bald sollen die letzten 10 mit den anderen 20 in der Hölle brennen!

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Edit: Und das hier soll noch weg 😀

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Forum, Seife und Fehlgeburt.

Ich lebe noch!

Und ich nehme wieder ab!

Besser geht’s kaum, oder? Killer-Combo von Zuständen. Bin zufrieden.

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Warnung! Der Dude ist schon höchst sexuell, aber weiter unten kommt ein Porno GIF. No pun intended.

Nach langer Stagnation und einigem vollmundigem Geschwafel habe ich tatsächlich zurück in meinen Groove gefunden. Ich koche vor, ich stelle in den Kühlschrank, ich friere ein, ich plane. Ich gehe vor allem auch wieder zum Sport.

In keinem geringen Maße ist das ganz sicher dem großartigen (inoffiziellen) Fettlogik – Forum zu verdanken – geteiltes Leid ist halbes Leid * Erfolg anderer = PROGRESS. Nagelt mich nicht auf die Formel fest, aber ungefähr läuft’s. Ein Quäntchen Empathie, ein Quäntchen Ehrgeiz, gleich zu ziehen 😉

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I’m on a mission! Huzzah!

Außerdem ist das Forum einfach verdammt informativ, es gibt angeregte Diskussionen oder nettes Unterhalten, Fotos von leckerem Essen, Rezepte zu den Fotos vom leckeren Essen –  et isTraum ^^. Und einfach das Gefühl, nicht konstant um Methoden KÄMPFEN zu müssen. Natürlich sind wir kein von Nadja indoktrinierter FLÜ-Meinungs-Monolith, aber über gewisse Gegebenheiten muss eben nicht diskutiert werden. Und wenn, dann gesittet. Im „echten“ Leben und anderen Foren leider selten der Fall. Außer wenn sich die User treffen, dann gibt’s die befreiende Auskotz-Atmo sogar IRL 😀

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Sowieso krass – ich hab noch nie jemandem „aus dem Internet“ getroffen ^^ Aber nun habe ich auch diese Unschuld hinter mir gelassen und bin nicht traurig drum J

Apropos Unschuld, will mir in der Uni die Hände waschen, drück‘ auf den Seifenspender – aber statt sanft ein Tröpflein Seife in meine Hand fallen zu lassen, spritzt mir das Teil den Rotz volle Kanne aufs Chemisette. Soap-Shot. Vielen Dank. Ob’s wohl Seifen-Fetisch-Pornos gibt?

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Verlassen sie umgehend die Gefahrenzone

So stand ich dort, rollte mit den Augen, und versuchte mir Flüssigseife von Möpsen zu rubbeln. Meine 100% Polyester Trainingsjacke erwies sich als schluckwilliges Luder, so dass ich weniger abwischte, als viel mehr gründlich einarbeitete. Ich akzeptierte meine neue Seifigkeit und verließ den Abort.

Ich finde es schon lustig, das Abort Klo oder Fehlgeburt heißen kann. Abort auf’m Abort. Abort-Abort. So nenne ich meine neue Metalband. Dabei würde ich Musik einer Band mit dem Namen wahrscheinlich nicht mal mögen, bin nicht so die Frau für’s Grobe. Ein petit peu Melodie darf’s schon sein. Muss es sein.

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So – auf die nächsten Kilos. Ich werde versuchen, mich auf dem scheiß waggon festzubeißen, mental anzuketten, wie auch immer, nur runterfallen will ich nicht nochmal für so lange.

Einholen und überholen, Kameraden! Pardon, Genossen.

Ein Paradebeispiel was passieren kann, wenn man über sein Abnehmen spricht – Youtuber Edition

Disclaimer: Ich hab noch nie ein Video von Musical Bethan gesehen. Aber das Feedback, das so ein Video bekommt, ist natürlich ein wunderbarer Strauß von Fettlogik und ‚I’m offended‘. Die Videobeschreibung und ihr Kommentar sind voller Rechtfertigungen, die sie nicht hätte liefern müssen, meiner Meinung nach.

Hier eine Auswahl der typischen Kommentare. Es gab natürlich auch positives Feeback, aber die Kommentare mit den meisten Thumbs Up waren oft eher skeptisch. Vor allem hat Bethan abgenommen, obwohl sie „nicht mal“ Übergewicht hatte.

Der BMI ist in der Regel schlecht – schwere Knochen, Muskeln…

bmi apologist

bmi hater

Wenn du dich dick findest, was ist dann mit mir :(????

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Hungermodus! Magersucht! Kalorienzählen tötet!

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experts 2

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Kalorien sind egal! GESUND ist wichtig.

the vegan

Präventive Body Positivity

the obligatory body positivity even though no one was being negative

 

 

Ewig knapp über dem Normalgewicht.

Liebe Liebenden,

ich befinde mich im wohl flachsten und langsamsten Landeanflug der Welt. Seit Wochen schramme ich an der 73/72-Komma entlang. Das Normalgewicht ist zum Greifen nah, nur eine Woche meiner alten Routine (strikte 700 kcl) und ich hätte die Grenze überquert. Und das Wort Grenze benutze ich nicht leichtfertig. Mein Leben lang war ich im Club der Dicken. Das war meine Gang, das Reiben von Oberschenkel im Sommer war the song of my people. Sing Chafe-a-lujah!

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Als gäbe es so etwas wie „die Dicken“. Ähnlich sinnlos, wie über „die Frauen“ und „die Männer“ zu reden, als ob sie homogene Gruppen wären. Die Welt sieht man oft getrennt in Ich[Wir] & Die Anderen. Wer Die Anderen sind, variiert. Männer und Frauen. Fems und Anti-Fems. Links und rechts. Queer and Straight. Manche sind vielleicht auch vollkommen frei von jeglicher polarisierter Selbstpositionierung. Ich nicht. Meine Welt teilte sich Zeit meines Lebens in Dick vs. Dünn. Ich war bei den Dicken, deshalb war mein Lebens so, wie es eben war und darum passierten mir die Dinge, die mir eben passierten. Die Dünnen hatten dafür dieses und jenes.
Ich war auch bei den Dicken, als mein Körper bei den Dünnen war. Ich war ein Verräter, ich hatte den Feind infiltriert, aber ich verstand ihn nicht. Wo war das Selbstbewusstsein, das Glück, die Freiheit der Dünnen? Offensichtlich war ich nicht zum Dünn-Sein geschaffen. Hips do lie. Die Hüfte verschlankt, das Hirn so fett wie vorher.

Und es wär nicht übertrieben zu sagen es sei so geblieben. Gut, ein bisschen übertrieben ist es schon, aber dennoch:

Ich muss noch lernen, mich mit anderen Augen zu sehen. Zum Beispiel sagte ich zu meiner Kollegin, dass „man sich als übergewichtige Frau“ dieses oder jenes fühle. Meine Kollegin trägt irgendwas in Richtung 44. Vielleicht auch 42, sie ist kleiner als ich. Ich weiß nicht mal, ob sie sich als übergewichtig wahrnimmt und ob meine Selbstklassifizierung als „übergewichtige Frau“ nicht vollkommen abstrus auf sie wirkt. Mein Übergewicht beträgt rein BMI-technisch betrachtet auch nur noch 500 Gramm. Körperfettanteil liegt geschätzt bei 30%, da bin ich noch safe im Übergewicht. Also habe ich rein der Faktenlage nach recht. Ich bin eine übergewichtige Frau. Aber einige andere sehen mich möglicherweise nicht mehr so. Wieder anderen sehen mich möglicherweise als dicker, als ich bin. Aber in die Köpfe anderer Menschen kann ich nicht gucken. Ich kann mir dagegen sehr gut einbilden, was sie wohl gerade denken und ein Urteil über ihre Meinung fällen, ohne je mit ihnen gespprochen zu haben.

Im Spiegel finde ich oft, dass ich schon ganz ok aussehe. Auf Fotos dagegen sehe ich meiner Meinung nach aus wie ein Monstrum. Das ist nicht nett, aber so ist es nun mal. Ich sehe vor allem, dass meine Oberarme auch 500 Gramm vor dem Normalgewicht lächerlich aussehen und dass ich immer noch mit beiden Händen mein Backfat greifen kann. Ich mache Sport, aber anscheinend nicht genug, oder mit der falschen Strategie, denn meine Körperzusammensetzung scheint unverändert. Meine Ruderzeiten sind nicht die besten, für 10 Kilometer brauche ich 55 Minuten, bei einer Splittime von 2:47. Aber immerhin – 55 Minuten Rudern könnte ich wahrscheinlich nicht, wenn ich komplett unfit wäre. Bisher bin ich aber auch erst drei Mal auf dem Ergometer gewesen. Ich schweife schon wieder vollkommen ab. Tl;dr: ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die verbleibenden 13 Kilo noch so einen großen Unterschied machen werden, was meine Schwabbeligkeit angeht.

Was hält mich also im Übergewicht? Ist es nur die Diätverdrossenheit, sich einfach nicht mehr so stark einschränlen zu wollen? Angst davor zu merken, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes doch nicht grüner ist? Keine Sündenbock mehr für Zurückweisung oder soziale Schwierigkeiten zu haben?

Vielleicht alles ein bisschen.

Statistischer Rückblick

Inspiriert durch einen Blogeintrag auf Fettlogik habe ich mich jüngst hinter den Laptop geklemmt und mit meinen erhobenen Gewichtsdaten ein paar Kurven erexcelt. Hauptsächlich aus Jux & Dollerei. Es sind keine ideal designedten (iiih… aber wie würde ich es sonst buchstabieren?) Kurven, da ich meines Zeichens blutiger Anfänger bin und bis letzten September Excel bestenfalls aus Versehen geöffnet hatte. Also Kurvenbau-Premiere – allein schon, dass ich da jetzt so lange drüber laber, zeigt, wie sehr mich das Erstellen von ein paar popeligen Kurven in Excel emotional erregt hat. Hätte ich doch nur meinen Psycho-platz angenommen, wer eine Wachstumskurve erstellen kann, kann sicher auch Statistik lernen und logisch denken! – und so driftete sie ab in wilder Fantasie. Aber sehet, mein Opus Magnum. Ich hatte 2 Lateinkurse, voll der Pro, merkt man, oder.

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Hier haben wir meine erste erfolgreiche Abnahme. Reduktion ohne Kalorienzählen, bzw stümperhafte Bestimmung von Werten. Das mit dem BMI ist eine wacklige Sache, da ich mich noch im Wachstum befand. Inzwischen messe ich stolze 170 cm. Ich startete am 7.2.2006 mit 72,8 kg ins Rennen, erreichte stellenweise 58,6 kg und erreichte nie mein Ziel von 57 kg – mein Ideal war es immer, „10 Kilo weniger zu wiegen als man groß ist“. Stattdessen legte ich nach Silvester 2007/08 stetig immer weiter zu. Gewogen habe ich mich da nicht mehr.

Im Sommer 2009 nahm ich etwas ab, aber unkontrolliert und ungewogen. Ich schätze, dass ich bis ca. 70 kg runter kam auf 169 cm (uuuhhh verliiiiebt), legte wieder etwas zu, und im November 2009 wog ich beim Frauenarzt 75 kg.

Über die Jahre hinweg nahm ich immer weiter zu, was uns zu Kurve 2 im Jahre 2012 n. Chr. bringt.

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Nun ja. Man hat schon schönere Erfolgsgeschichten gesehen. Kein Kalorienzählen, unkontrollierte Mäßigung beim Essen. Beim letzten Abwärtsknick hatte ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet und war hoffnungsvoll, nun die Kurve zu kriegen. Passierte nicht. Hatte sowieso den geilsten Trainer zur Ernährungsberatung, der mir erzählte, dass Frauen ohnhin immer unzufrieden seien mit ihrer Figur und in den 50ern wäre mein kurviger Typ sehr gefragt gewesen. Aha.3rd weightloss.And this is me now – ein bisschen am Stagnieren, da diätverdrossen. Komme nicht so recht aus dem Knick.

Naja… jetzt kommt auch irgendwie nicht mehr viel. Irgendwie steht’s ja in den Kurven.

Echte Frauen haben Kurven – ich habe drei.

#goals-Bilanz & Gesundheits-TMI

Futter & Fitness, allg. Gesundheit

  • Weniger [mit Ziel NULL] schnelle Unterwegs-Snacks an Bahnhöfen
  • Weniger ist erreicht. Einige Automatenkäufe habe ich jedoch getätigt.
  • Süßigkeiten & Diet Soda eischränken im Interesse meiner Zähne

 

  • Diet Soda: 1 x auf einer Party, 1 x 0,33 Dose. Nicht mehr 1,5L pro Arbeitstag. Süßigkeitenziel noch nicht erreicht.

 

  • Kalorienzählen durchziehen + Gewichtsziele setzen

 

  • Sporadisch, hatte schlechte Episode.

 

  • Ärzte aufsuchen für Routinechecks

 

  • Termine sind gemacht worden, Hausarzt und Orthopäde bereits abgearbeitet, nur der FA steht noch aus. Zum Orthopäden unten mehr.

 

  • Mundhygiene endlich ernstnehmen [Zähne putze ich mir regelmäßig, aber da ist noch viel Luft nach oben]

 

  • Die damals vom Kieferorthopäden empfohlene Spülung wird nun jeden Tag benutzt, ebenso wie Zahnseide. Elektrische Zahnbürste.

 

  • Mindestens 2 Mal Sport jede Woche, Ziel 3 – 4 Mal

 

  • Bisher negativ. Konnte mich noch nicht für ein Studio entscheiden und will nach dem Orthopädentermin die Ergebnisse abwarten.

 

Bei der Abteilung Personal Growth sieht es noch schlechter aus. Allein der Punkt „Eine Ausgaben/Einnahmentabelle führen + Ausgaben aufschlüsseln – was mache ich eigentlich mit meinem Geld?“ ist erreicht, führe jetzt ein Haushalts-Exceldoc und sammle Bons. Nicht-Bon Ausgaben muss ich unterwegs händisch notieren. 87% meiner Ausgaben sind Fixkosten. Ich bin ein sparsames Studentchen. Meine Fixkosten enthalten kein Schuhabo bei JustFab. Nur so langweilige Scheiße wie MIETE und VERSICHERUNG. Bäh.

Ich war also beim Orthopäden. Ergebnis: MRT fürs Knie, Röntgen der Hüfte, 10 Akkupunktursitzungen fürs Erste. Irgendetwas Behandlungswürdiges scheint mein Wabbelknie also zu haben. Es beeinträchtigt mich im Alltag nicht, nur unter anhaltender sportlicher Belastung bockt es. Und fühlt sich gelegentlich (ohne Belastung) so an, als wolle die Kniescheibe raus. Wabbelig halt, man hat das Gefühl, es knacken lassen zu müssen, aber da knackt nüscht, es wabbelt nur. Das Zohlen-Zeichen provozierte bei der Untersuchung rechts jedenfalls ein mieses fieses Knirschen und Springen. Links nicht. Außerdem mehr Gelenkflüssigkeit im rechten Knie, so der Ultraschall. Geilo. Vielleicht ist es ja die von mir vermutete Patellasubluxation. Ich bin ein schrecklicher Patient.

Was mir momentan am meisten Sorgen macht ist mein Haar. Ja genau, scheiß drauf, ob mein Knie dem Gelenkschwund zum Opfer fällt und ich mich fortan auf dem Bauch robbend durch die Gegend schleppe, Hauptsache die Frisur sitzt. IMMER DIESES EITLE WEIBSVOLK. Sorry. Haarprobleme sind einfach frustrierend, weil Sorge in diesem Bereich keiner Ernst nimmt, wenn es auf deinem Kopf nicht mindestens aussieht wie nach Tunguska 1908*. Irgendwie scheinen meine Hormone vollkommen gefickt zu sein, denn meine immer schon latent vorhandenen Geheimratsecken haben den Turbogang eingelegt UND mir wäscht auf einmal deutlich mehr Terminalhaar in der Kinnregion, als mir lieb ist. Ich werde beim FA um einen Hormontest ersuchen.

Wenn das so weiter geht, kann ich bald Stefan Raab ersetzen, Goatee und Halbglatze schaff ich schon. TV Total Reloaded. Da heißt es immer, Abnehmen hilft gegen sowas, irgendwie hat’s bei mir seitdem erst verstärkt angefangen D: Ich war ein glattes, schieres Quiek-Ferkelchen, und jetzt mutiere ich zum Wollschwein. Aber leider nich aufm Kopp. Ich kann nicht mal Eier legen oder Milch geben, das macht doch alles keinen Spaß mehr, Kinners.

ABER ich habe nach 2 Monaten Warteliste nun Termine für 5 Wochensitzungen Zahnarztangsttherapie bekommen. Mein Februar/März ist bisher also gespickt mit Akkupunktur, Radiologie und Angsttherapie. Und ich werde zumindest kurzzeitig gespickt sein mit einem Spekulum. Such fun! Ist ja für einen guten Zweck. Für mich. Ich bin ein erhaltens- und schützenswertes Allgemeingut, jawoll. Ach, der Januar stinkt. Ich muss morgen einen Vortrag schreiben und abschicken und dann am Montagabend nach der Arbeit Powerlernen für einen Klausur am nächsten Tag, für die ich bisher nichts getan habe. Zeitpläne erstellen und einhalten kann ich wirklich noch nicht abhaken.

Ohje ojeh.

Also irgendwas stimmt nicht mit mir – ich war total down, aber beim Kundtun meiner Unzufriedenheit und beim Beschreiben meiner absolut zahllosen (schon relativ beschissenen) Gebrechen bin ich in eine nahezu vergnügliche Stimmung geraten. Ich liebe es einfach zu sehr mich in Textform zu echauffieren.

*nur die modernsten und hippsten popcultural references bei mir. Die Kidz lieben sowas.

Edit: Der Umgang mit evtl Erkrankungen ist für mich ganz im Ernst gesprochen schwierig, da ich weiß, dass ich zum Fatalismus & Panik neige. Daher traue ich mich nicht wirklich zu Ärzte, weil ich Angst habe, mich als hoppelendes Panikhäschen lächerlich zu machen. Dadurch bin ich dann sehr bestimmten Ärzten gegenüber zu schüchtern, wenn sie ein von mir beobachtetes Phänomen als Blödsinn abtun und sage nicht klar, was ich will. Und ich gehe halt nicht mit jedem Furz zum Arzt, sondern erst kurz vor der Kopromesis, wenn wir mal in der Analregion bleiben wollen. Ich muss lernen, mich durchzusetzen.