Schlagwort-Archive: Diät

Hau(p)tproblem

Meine Arme weigern sich weiterhin, etwas proportionalere Ausmaße anzunehmen, und meine Cellulite zeigt sich von 130 kg Beinpresse sowie 70 kg Abduktion und 65 kg Adduktion (+ Cardio) unbeeindruckt. Muskeln sind vorhanden, aber das ist dem Fett egal 😛

thingx

In 10 Kilo wissen wir mehr. Wobei ich mich entzwischen echt frage, wie viel Sport ich machen muss, bis man etwas davon sehen kann. Anscheinend habe ich es noch nicht geschafft, meinen Körperfettanteil zu meinem Vorteil zu verändern. Wenn man mich anstupst sieht’s immer noch aus, als würde man gegen eine Plastiktüte voll Wasser schnipsen. Aber, BMI um die 24 ist noch nicht so ganz gefestigtes Normalgewicht. Ich hab noch bis paar’n’fünfzig Kilo Platz, um die 54 ist die Untergrenze, glaube ich. Aber eigentlich habe ich keine Lust drauf.
Aber Käse im Schaufenster. Ich habe noch 10 Kilo abzuwerfen, das darf ich nicht vergessen.

Meine Arme sind schräg. Auch wenn es aus dem Foto nicht ganz zu sehen ist: Mein Schulterbereich ist bereits eher schlank, und meine Schultern gehen derart in den Oberarm über, dass es sich anfühlt wie eine Art Fettmanschette, in der meine „echten“ Arme verschwinden.

Es ist natürlich besser geworden, keine Frage. Man vergleiche:

Aber als ich das letzte Mal ein ähnliches Gewicht hatte, war das noch nicht so arg ausgeprägt :/ Damn you, Pubertät. Ich merkte auch gerade, dass ich bereits drölfzig Armfotos in meiner Mediathek habe. Ich glaube, den gleichen Quark habe ich schon mal geschrieben. Schreib ich halt’s nochmal. So lange, bis die Arme endlich mal klar kommen auf ihr Leeeeeeben, Alter.

Das Ding ist doch: Man spekuliert und sinniert und schwadroniert, aber letzten Endes – Probieren geht über Studieren. Der Wunsch nach dem Hellsehen hält die Menschen schon seit Ewigkeiten seinen Krallen, früher gabbet die Tante in Delphi, heute gibbet die Tanten bei Astro-TV. Bringt aber alles nichts.

Daher: Wir sehen in 10 Kilo.

 

 

 

Die Sushi-Fress-Diät

Ich war am Dienstag Sushi essen. All you can eat. Diese Bezeichnung nahmen alle Beteiligten sehr ernst, denn wenn man dafür bezahlt, sich 60 (mehrteilige) Gerichte  reinzuschieben, warum sollte man dann nicht auch an die Grenzen der Magendehnung gehen. Auch wenn es weh tut. Man hat. dafür. bezahlt. Nur bis zum Erbrechen sollte man nicht essen, denn das wäre Geldverschwendung. Kurz: Sushi ist Krieg.

giphy

Am Dienstag morgen zeigte mein Wägelchen (Diminuitive von Waage und Wagen überschneiden sich ungünstigerweise) mir 70,9. Plus 200 Gramm vom Freitagsgewicht! Welche Schmach. Auch wenn es nicht stimmen konnte, laut Aufzeichnungen. Aber mir fehlt auch nach Fettlogik noch dieses Urvertrauen zu Zahlen. In der Grundschule beschloss ich recht schnell, dass Zahlen kacke waren und Buchstaben der Hit. Bis auf die abtrünnigen Variablen. Spalter.
Beflügelt, oder vielmehr beschwert, vom morgendlichen +200 Gramm Dämpfer langte ich beim Sushi um 12:00 ordentlich zu. Vergangene Male hatte ich mich besser gezügelt, aber dieses Mal ließ ich mir freien Lauf.

Sehet:

(„drin“ ist meine Notiz, dass die Übertragung zu MFP erfolgt war)

Hot Damn. Andere (große Männer) haben mehr gegessen als ich. Rein physisch hätte ich auch noch mehr reinquetschen können, aber meine Gier war dann doch ziemlich befriedigt. Die letzen 2 Kugeln Schokoladeneis waren schon Nachschlag, weil ich auf ein Mal noch Bock auf mehr Süßes hatte. Und wie jeder Dank QI weiß – den Dessertmagen gibt es wirklich! (Der Link führt nicht zu QI, konnte keine Clip finden, ups).

Es ist halt immer noch Platz für Nachtisch. Was nicht passt, wird passend gemacht. Zuhause habe ich abends tatächlich noch was zu Abend gegessen, weil man halt irgendwie dumm ist. Ca. 3000 kcal Sushi + 400, 500 oder sowat zu Abend.

colbertglasses

Gestern aß ich den Tag über nix außer ein paar Gummibärchen (sooo healthy), und am Abend meldete sich eine Freundin, mit der ich letzte Woche den Mittwoch zum Essen angeregt hatte – voll verschwitzt. Aber gut, hatte ja nix gehabt den Tag. Gab’s zum Abend Essen Galette de Sarrasin au Thon. Ein Buchweiizen-Crêpe mit Thunfisch, Zwiebeln und einem Spiegelei in der Mitte. Ob da noch Frischkäse o.ä. drin war, weiß ich nicht mehr – auf jeden Fall ein relativ leichtes Gericht. Mandragora in Bochum, empfehle ich wärmstens!

Aber nun zum EIGENTLICH Dingsbums, weshalb ich hier so weit ausholte: Stieg eben auf die Waage und sie sagte 70,0 kg! The hype is real! The game is on, Watson! Push it to the Limit! All die Aufregung für’n Wassersturz!

Ich hasse Rechnen.

 

 

Zeitreise per Klamotte, heute: 12.08.2007 und 28.09.2016

Ich hatte als junge Färse* ein T-Shirt, dass ich immer trug, wenn ich mich wie ein missgestaltes Walross fühlte. Ein Tarn-Shirt, das mir eine Freundin überlassen hatte. Löcher unter den Achseln, ausgeleierter Halsausschnitt, aber vor allem: schön weit am Bauch, so dass niemand meine grotesk quellende Leibesfülle erahnen konnte. So meine damalige Überzeugung. Meine Unterlagen belegen mir mit 16 ca. 60 kg, 167 cm, Maße am 13.08.07 waren 69 cm für die Taille, 98 für die Hüfte. Perspektive, Perspektove.

Mir ist gestern aufgefallen, dass ich das Outfit komplett da habe (bis auf die Unterwäsche, aber in 80A bekommen ich meine Fem-Drüsen eh nicht mehr), und beschloss, es anzuziehen. Tshirt ist eine 10 (EU 38 oder 40, Tabellen variieren), Rock eine 40. Da passe ich auch mit 72 kg, 170 und 103 Hüfte & 74 Taille rein. Inzwischen „tarnt“ das T-Shirt nicht mehr, weil es tatsächlich meine Größe ist.

vergleich2

Habe gerade keine Steinkugel für die korrekte Pose zur Hand

Bezeichnend aber ist, was für ein Foto noch in dem Ordner war: es heißt JD500031_2 und bezeugt meine stümperhaften Photoshop Gehversuche. Das Ziel: meine Beine nicht mehr so fett aussehen zu lassen. Mein Traumbeine zumindest digital für mich allein erleben. Schön schlank sollten sie sein. Feine Elfenstelzen. Muntajk-Extremitäten. Vieeeeel graziler. Nicht mehr die Kolben des „Maschinchen“ (thx mum).

2007shopped

Ich war eeeeecht nicht so gut drauf. Lässt sich gut zusammenfassen mit der Selbstcharakteriserung, die ich mir am 21.08.2007 in meinem Tagebuch angedeihen ließ, als Resümee einer Liste persönlicher Mängel: „Ich bin ein Gesichtskrüppel mit einer Neigung zum Fettansetzen, mit Schwangerschaftsstreifen und einer Scheißauststattung (Haare, Zähne, Arsch, Beine, Augen, Mund).“ Dann bezeichnete ich mein Leben noch bildgewaltig als einen Haufen vergammelter Kotze und beweinte, wie sehr ich mit meiner Figur zu kämpfen hätte.

Aber – verwächst sich alles (relativ). Die Einstellung, nicht die „Scheißausstattung“ – aber irgendwann dreht sich nicht mehr das gesamte Leben drum. Pubertät ist halt kacke. Perspektive, Perspektive.

Schlusswort: Ich finde es gut, dass ich noch komplette Outfits von damals habe, ich finde den Vergleich interessant.

*ich bin immer noch eine Färse, aber nicht mehr so jung ^^

Absolutes Ende: 1 x tanzen für Leute, die möchten 🙂

Gulo Gulo

Die Zeit seit Wacken war kein Spaß.

Eigentlich hatte ich mich fast gefangen, mein erstes richtiges Post-Wacken Wiegen sagte mir 72,5 kg, am nächsten Tag schon was ausgeschwitzt auf 71,8 kg. Also ca. 1 Kilo mehr, im Vergleich zum 29.07. Meine letzte Messung vom 02.08. zähle ich mal schon zu Wacken, da ich bereits im Leinen Los (Ahoi) Modus war.

Ging also. Meine Daten sind leider lückenhaft, da ich und meine Waage nicht jeden Morgen am selben Ort sind. Und so hardcore bin ich dann doch nicht, immer mit eigener Personenwaage durch die Gegend zu gondeln.

Dann wurde ich krank und bekam schlechte Laune: eigentlich wollte ich beim Sport doch richtig loslegen, eigentlich wollte ich doch auf den Geburtstag gehen, eigentlich musste ich eine Hausarbeit ganz dringend schreiben bzw. mal das Thema abklären, was ich Mitte Juli hatte tun sollen, eigentlich wollte ich nicht alles um mich herum essen – ich fing an, Sachen im Voraus einzutragen, um sie hintenrum einzusparen. Hint: passierte nie.

tumblr_nhlzfjcOyy1u6a33go1_540

Dann hatte ich meinen letzten Tag auf meinem Job, dafür hatte ich Kuchen gebacken. Auf meinem anderen Job stand am nächsten Tag der Gerburtstagskaffee an, mehr Kuchen. Kucheeeeeen.

Aber so RICHTIG scheiße wurde es erst ab letzten Donnerstag. Mein Mitbewohner war weg und eigentlich wollte ich mal ordentlich durchputzen. Stattdessen fing was anderes an – das Essen. Aber das schlechte, mit extra einkaufen gehen vorher. Das ganz, ganz schlechte. Die Mengen waren nicht komplett astronomisch, aber eben deutlich nicht normal. Ich muss keine Lasagne + 1 Packung Maultaschen + 2 Tüten Haribo essen, wenn ich nicht gerade in den Diamantminen Angolas schufte. 500 ml Packungen Eis für 1000 kcl müssen auch nicht sein. Dann war ich bei meinem Freund und es wurde nicht besser, da der tatsächlich Vorräte im Haus hat. Sachen wie Schokomüsli, Eis, richtiger Käse, Brot… Wenn er nicht da war, bin ich also einkaufen gegangen, um die von mir geschlagenen Schneisen wieder zu bewalden, aber auch, um mir noch schnell ‘nen Nudelauflauf, 4 Rosinenbrötchen und ‘ne Tüte gefüllte Lachgummi zu holen. Normale Tagesration + „normales“ Essen. Zwei Rollen Chips gehen auch mal weg. Ich fühlte, und fühle, mich grässlich. Im Endeffekt habe ich alles das gefressen, wofür ich eine Schwäche habe: Kohlenhydrate in Form von fetten Fertiggerichten und zuckrigen Süßigkeiten. Als Konsequenz dieser glänzenden Ernährung fühlte ich mich wie eine lebende Leiche.

tumblr_ncpxo8Plh11s7ai4ho8_500

Uni nicht gebacken kriegen, Garmin Update kacke, emotionaler Stress, extrem Unzufrieden mit den persönlichen Unzulänglichkeiten = Futtern.

Nach langem Hadern habe ich mich heute auf die Waage getraut (tbf, ist auch meiner erster Morgen im selben Haus wie die Waage – aber ich wusste halt nicht, ob ich überhaupt drauf wollte) – 73,5 kg. Was für eine Leistung… Außerdem werde ich die Hausarbeit nicht mehr schreiben können. Wäre ich Turnerin bei der Olympiade, wäre das ungefähr mein Dismount:

Funny-Gymnastics-Fails-Funny-Gif-Picture

Gestern kam die Meldung rein: 5 Jahre Abitur Treffen am 17.9. Hm. Da habe ich ja was vor mir, sollte ich da aufschlagen wollen… Und ich Dulli war so schlau, in einer Hochphase meinen Fortschritt bei IG zu präsentieren, nur, um ihn 2 Wochen später mit meinem Arsch wieder eingerissen zu haben.

Meine (nunmehr Ex-)Kollegin hat mir außerdem ihren Benettonmantel vermacht, Größe 44 (= D40), der passt(e) mir nur mit T-Shirt und dünner Trainingsjacke, ein Winterpullover würde das Ganze schon sprengen. Der muss mir zum Winter passen, ich brauchte nämlich tatsächlich eine neue Jacke. Momentan habe ich nichts dafür getan.

Ich höre manchmal, dass es Leuten peinlich ist, dass sie es ’so weit haben kommen lassen‘, dass sie dick geworden sind, etc – ich bin einfach nut wütend auf mich selbst. Weil es einfach dumm ist. Und jetzt bin ich auch wütend, weil es einfach so DÄMLICH ist, sich dermaßen selbst auf den Teller zu scheißen. Man sollte meinen, ich hätte ein Problem mit zukunftsgerichtetem Handeln & Denken. HA. Through the power of the internet und so.

Unbenannt

Conclusion: Einzelhaft bei Brennnesseltee & Thunfisch.

OMG hört das denn nie auf.

Es tut mir Leid, aber ich hatte meine Vorher-Nachher-Fortschrittsreihe eigentlich mit einem anderen Motiv begonnen, was ich weiterführen wollte. Bei meinem letzten Post war ich aber zu faul, mich umzuziehen und hatte andere Fotos aus dem Archiv verwendet…

Tja.

Und sehr geil auch, dass ich auf einem späteren Fortschrittsfoto wieder ein Kilo mehr wiege als vorher xD Die Freuden Wassers. Und Wackens 😀

Ich bin mieser Blogger, weil ich wild poste, wann und was ich lustig bin, ohne Rücksicht auf Interesse oder Regelmäßigkeit. Aber …. äähhh… ne, eigentlich hab ich nix mehr zu sagen.

Bevor ich den Thread im Fettlogik-Forum verstopfe mit meinen Basteleien, nutze ich lieber meine eigene Plattform, die ganz allein für meinen Exhibitionismus reserviert ist. Ich hab heute voll den Selbstbespiegelungstrip, ich habe auch noch ein Statusvideo zu meinen Oberarmen in MovieMaker (ich bin halt ein PRO) gebaut, WEIL ICH BESESSEN BIN *geifert*

progress3

Veränderung im Schneckentempo

Wie sie sehen, sehen sie nichts… Irgendwie sind die letzten 8 Kilo unsichtbar ^^

Dann lieber so:

progressnostages

Man muss die Feste feiern, wie sie kommen, und die Bilder so arrangieren, wie sie einem gefallen ;P

Schummelfotos & ungeschummelte Fotos von anno dazumal.

Im Forum kam im Vorher-Nacher-Fortschritt Fotothread (mein Baby, ich als bildergeiles Luder erstellte ihn einst) unlängst der Begriff des Schummelfotos auf. Eine Userin postete ihren Fortschritt, unter anderem ein gegenüberstellendes Set, das je ein Foto „mit Schummeln“ und „ohne Schummeln“ zeigte.

Ich mache meine Fortschrittsbilder immer „mit Schummeln“. Man mag es Augenauswischerei nennen, denn ich weiß ja ziemlich genau, wie’s IRL aussieht, aber … naja. Bis ich den Tag erreicht habe, wo ich ohne aktive Anstrengung möglichst planar aussehe, wird eben gestreckt, gereckt und ge-spielbeint, was das Zeug hält ^^

körperhaltung.png

Ohne Schummeln – Mit Schummeln (trotzdem mit sad bellybutton ;D)

Ach, was rede ich für Quark – auch wenn ich am Ziel und hoffentlich gut trainiert bin, werde ich mich drehen und wenden, was das Zeug hält. Das ist menschlich. Niemand will unvorteilhaft abgebildet sein. Und kaum einer teilt unvorteilhafte Bilder, außer, um irgendeinen Punkt über Realität/Nicht-Realität Fotos zu machen. Für die eigene, tatsächliche fotografische Repräsentation nimmt niemand das Foto, wo Doppelkinn und Muffintop sich offenbaren.

Eigentlich ist dieser Post auch wieder nur eine Ausrede dafür, wanky Fotos meiner selbst zu posten, let’s be honest. Ich stehe gerade an dieser Stelle, wo ich erschnuppern kann, dass ich endlich in die Nähe meines Ziels gelange, aber, aber, aber – so nah und doch so fern – da fehlt noch dieses letzte Stück, bis ich wieder da bin, wo ich hin will.
[Bis ich meiner Wunschform bin, wird dieser geile „kleide dich wie eine 5-jährige aus den 70ern“ Feinripp & Latzhosen-Trend bestimmt leider schon vorbei sein, schnief.]

In solchen Momenten entwickeln die Bilderorder auf meinem Computer einen unheimlichen Sog – aber es hilft nix, zu spekulieren, zu träumen und reminiszieren – da hilft nur machen! Zeitreise auf die harte Tour, durch das Wiederherstellen von verflossenen Zuständen.

So lange fröne ich meinem Ohrwurm. Dieser Text ist so dumm und #problematic. Und Niederländer klingen auf Deutsch einfach so ultraknuffig :3

Für die Niederlandisten unter uns, die das Lied sicher schon lange kennen, weil es ein alter Hut ist: https://vimeo.com/128467807

Gotta buckle down!

Fortschritt 2015 – 2016

Vom Mai 2015 bis Juli 2015 trat in 10 Kilo in den Arsch. Vom Juli 2015 bis zum Juli 2016 bummelte ich 10 weitere runter… Eigentlich wollte ich zu Weihnachten fertig sein, aber wie einst die englischen Soldaten im ersten Weltkrieg irrte ich mich.  Bald sollen die letzten 10 mit den anderen 20 in der Hölle brennen!

changedotorg2k16

Edit: Und das hier soll noch weg 😀

WIN_20160728_210126

Wie eine Schublade mir die Schlüsselbeinsymmetrie versaute

Ich hab beim richtigen Lichteinfall endlich wieder so etwas wie Schlüsselbeinchen T_T
Leider ist nur der eine Knochen noch original (der rechte, denke ich – mein Rechts), der andere wurde unter dem Leib des Muttertiers zu Staub zermahlen. Naja, nicht zu Staub zermahlen. Aber so sage ich hier und jetzt: Meine Mutter hat mit das Schlüsselbein gebrochen! J’accuse!

Aber natürlich nicht mit Absicht. Iwo. Es trug sich so zu:
Irgendwann 1992, Klein-Maunz war 8 Monate alt, da nahm ihre Mutter sie auf den Arm, um sie gleich einer Riesin (in Maunzens kleinen grünen Äuglein war sie das zumindest) von A nach B zu tragen. 24 Jahre später dürfte dieses Unterfangen noch weniger von Erfolg gesegnet sein, aber bereits 1992 nahm es kein gutes Ende, obwohl das Maunzlein da nun WIRKLICH schlank war.
Denn Kind aufm Arm, im Kopp gedanklich schon am Ziel, bewegte sich meine Mutter mit mir auf dem Arm fort, als eine herren- und kommodenlose Schublade ihren Weg kreuzte. Obwohl natürlich eher meine Mutter den Weg der Schublade kreuzte, der genau genommen kein Weg war – die lag da einfach nur.
Mein Vater hatte den Auftrag erhalten, endlich mal die verdammt Schublade wegzuräumen. Ich weiß es nicht, aber ich denke, er wird genickt haben und beim Nicken floß der Gedanke an die Schublade schon wieder aus dem anderen Ohr hinaus. Zumindest saß die perfide Schublade zu füßen meiner Mutter, die eben jene, da sie Schublade nicht gesehen, nur ungenügend anhob – und sich einfach hinpackte. „Danke,“, werde ich gedacht haben, „der unterste war meiner.“ Ich wurde einfach hart geflundert. Kiddie Pancake. Baby-Smoothie. Miracle Baby? MATSCH BABY.

anigif_optimized-11724-1422471940-25

Mein Schlüsselbein war auf jeden Fall durch. Checkten zwei Kinderärzte nicht, erst beim dritten Mal erkannte eine Ärztin namens Frau Armbrust mein Problem und verpasste mir etwas, was meine Mom heute einen „Rucksack aus Watte“ nennt. Ich war ein verdammt agiles Kind und krabbeln mit gebrochenem Schlüsselbein muss der letzte Dreck sein.

Naja, das linke Schlüsselbein ist heute einfach nicht so formschön wie das andere, etwas flacher gelagert. Immerhin hab ich keine Erinnerung an den Schmerz 😀

Die Moral von der Geschicht: Lass deinen Krempel halt einfach rumliegen – NICHT