Die Sushi-Fress-Diät

Ich war am Dienstag Sushi essen. All you can eat. Diese Bezeichnung nahmen alle Beteiligten sehr ernst, denn wenn man dafür bezahlt, sich 60 (mehrteilige) Gerichte  reinzuschieben, warum sollte man dann nicht auch an die Grenzen der Magendehnung gehen. Auch wenn es weh tut. Man hat. dafür. bezahlt. Nur bis zum Erbrechen sollte man nicht essen, denn das wäre Geldverschwendung. Kurz: Sushi ist Krieg.

giphy

Am Dienstag morgen zeigte mein Wägelchen (Diminuitive von Waage und Wagen überschneiden sich ungünstigerweise) mir 70,9. Plus 200 Gramm vom Freitagsgewicht! Welche Schmach. Auch wenn es nicht stimmen konnte, laut Aufzeichnungen. Aber mir fehlt auch nach Fettlogik noch dieses Urvertrauen zu Zahlen. In der Grundschule beschloss ich recht schnell, dass Zahlen kacke waren und Buchstaben der Hit. Bis auf die abtrünnigen Variablen. Spalter.
Beflügelt, oder vielmehr beschwert, vom morgendlichen +200 Gramm Dämpfer langte ich beim Sushi um 12:00 ordentlich zu. Vergangene Male hatte ich mich besser gezügelt, aber dieses Mal ließ ich mir freien Lauf.

Sehet:

(„drin“ ist meine Notiz, dass die Übertragung zu MFP erfolgt war)

Hot Damn. Andere (große Männer) haben mehr gegessen als ich. Rein physisch hätte ich auch noch mehr reinquetschen können, aber meine Gier war dann doch ziemlich befriedigt. Die letzen 2 Kugeln Schokoladeneis waren schon Nachschlag, weil ich auf ein Mal noch Bock auf mehr Süßes hatte. Und wie jeder Dank QI weiß – den Dessertmagen gibt es wirklich! (Der Link führt nicht zu QI, konnte keine Clip finden, ups).

Es ist halt immer noch Platz für Nachtisch. Was nicht passt, wird passend gemacht. Zuhause habe ich abends tatächlich noch was zu Abend gegessen, weil man halt irgendwie dumm ist. Ca. 3000 kcal Sushi + 400, 500 oder sowat zu Abend.

colbertglasses

Gestern aß ich den Tag über nix außer ein paar Gummibärchen (sooo healthy), und am Abend meldete sich eine Freundin, mit der ich letzte Woche den Mittwoch zum Essen angeregt hatte – voll verschwitzt. Aber gut, hatte ja nix gehabt den Tag. Gab’s zum Abend Essen Galette de Sarrasin au Thon. Ein Buchweiizen-Crêpe mit Thunfisch, Zwiebeln und einem Spiegelei in der Mitte. Ob da noch Frischkäse o.ä. drin war, weiß ich nicht mehr – auf jeden Fall ein relativ leichtes Gericht. Mandragora in Bochum, empfehle ich wärmstens!

Aber nun zum EIGENTLICH Dingsbums, weshalb ich hier so weit ausholte: Stieg eben auf die Waage und sie sagte 70,0 kg! The hype is real! The game is on, Watson! Push it to the Limit! All die Aufregung für’n Wassersturz!

Ich hasse Rechnen.

 

 

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6 Gedanken zu „Die Sushi-Fress-Diät

  1. Katjalyse

    Haha, sehr schön geschrieben! 😀 O Gott, Sushi ist auch mein Verhängnis… das kommt immer so leicht und gesund daher und man kann es so schön ohne schlechtes Gewissen reinschaufeln. Selbermachen ist noch schlimmer, weil da die Hälfte vom Reis statt in die Rolle direkt in den Rachen wandelt. Der ist halt so lecker.. Ich bin dann meist schon satt, bevor die Dinger aufgehübscht serviert werden. Macht aber nix, passen immer noch ein paar in den Bauch. Aber Dich toppe ich wahrscheinlich nicht. Hochachtung vor Deinem Magen!

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    1. maunzendemaus Autor

      Danke 🙂
      Bei Yumini gibt’s halt nicht nur Sushi, sondern auch ’ne Menge Bratzeug – weshalb auf meiner Liste auch frittierte Fischbällchen und knusprige Hühnerbrust sind, die können sich unter keine Umständen als leichtes Wellnessfood tarnen 😀 Wie gut, dass wir nicht zum Abendbuffet da waren, da haben die frittiertes Eis… das Zeug ist tödlich geil.
      Es ist mir eine zweifelhafte Ehre, ein Loch ohne Boden zu sein ^^ Ein bisschen erschreckend ist es schon, was ich potenziell so verschlingen kann…
      Zum Sushi selber machen sind wir zum Glpck zu faul, auch wenn mein Freund ein GU Buch dazu hat 😀

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  2. roerainrunner

    *Brille wissenschaftlich auf die Nase schieb* Aaaalso.
    Theoretisch ist Sushi sehr reislastig und Reis sind Kohlenhydrate und Kohlenhydrate sind böse.
    Praktisch ist Sushi aber das beste (wenn ich jetzt mal mit Fastfood-Ketten und Lieferdiensten vergleiche), dass man sich reinziehen kann.
    Denn Reis ist auch eine Hilfe zum Entwässern, sprich um eingelagertes Wasser loszuwerden.
    Jetzt der Grund, wieso du eigentlich 200g mehr intus hattest: Schonmal drüber nachgedacht, dass Essen nicht nur Kalorien, sondern auch ein Eigengewicht hat? Wenn du dir ein 600g Steak reinknallst, isst du nicht nur Kalorien, sondern hast auch ein 600g-Stück Fleisch im Bauch. Ergo wiegst du auch 600g mehr. Oder anders gesagt: Die Toilette bringts XD
    (bitte keine Abführtabletten missbrauchen!!! 😀 )

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    1. maunzendemaus Autor

      War das also der vielbeschworene Kohlenhydrat „Woosh“ Effekt?
      Die 200 Gramm Plus waren ja nach 4 tägiger Wiegepause mit Defizit UND … äh… Seebestattung alter Freunde vorher 😀 Auch überhaupt kein Grund zum aufregen, ich weiß ja, dass es Wasser/Mageninhalt ist, aber auf einer ganz emotionalen Ebene bekomme ich da schlechte Laune. Aber nicht so wie früher, da hat mir sowas den Tag verdorben, jetzt bin ich nur genervt, auch wenn es eine reine Formsache ist ^^ Am liebsten Messe ich erfolge in Klamottenpassform.

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