Zeitreise per Klamotte, heute: 12.08.2007 und 28.09.2016

Ich hatte als junge Färse* ein T-Shirt, dass ich immer trug, wenn ich mich wie ein missgestaltes Walross fühlte. Ein Tarn-Shirt, das mir eine Freundin überlassen hatte. Löcher unter den Achseln, ausgeleierter Halsausschnitt, aber vor allem: schön weit am Bauch, so dass niemand meine grotesk quellende Leibesfülle erahnen konnte. So meine damalige Überzeugung. Meine Unterlagen belegen mir mit 16 ca. 60 kg, 167 cm, Maße am 13.08.07 waren 69 cm für die Taille, 98 für die Hüfte. Perspektive, Perspektove.

Mir ist gestern aufgefallen, dass ich das Outfit komplett da habe (bis auf die Unterwäsche, aber in 80A bekommen ich meine Fem-Drüsen eh nicht mehr), und beschloss, es anzuziehen. Tshirt ist eine 10 (EU 38 oder 40, Tabellen variieren), Rock eine 40. Da passe ich auch mit 72 kg, 170 und 103 Hüfte & 74 Taille rein. Inzwischen „tarnt“ das T-Shirt nicht mehr, weil es tatsächlich meine Größe ist.

vergleich2

Habe gerade keine Steinkugel für die korrekte Pose zur Hand

Bezeichnend aber ist, was für ein Foto noch in dem Ordner war: es heißt JD500031_2 und bezeugt meine stümperhaften Photoshop Gehversuche. Das Ziel: meine Beine nicht mehr so fett aussehen zu lassen. Mein Traumbeine zumindest digital für mich allein erleben. Schön schlank sollten sie sein. Feine Elfenstelzen. Muntajk-Extremitäten. Vieeeeel graziler. Nicht mehr die Kolben des „Maschinchen“ (thx mum).

2007shopped

Ich war eeeeecht nicht so gut drauf. Lässt sich gut zusammenfassen mit der Selbstcharakteriserung, die ich mir am 21.08.2007 in meinem Tagebuch angedeihen ließ, als Resümee einer Liste persönlicher Mängel: „Ich bin ein Gesichtskrüppel mit einer Neigung zum Fettansetzen, mit Schwangerschaftsstreifen und einer Scheißauststattung (Haare, Zähne, Arsch, Beine, Augen, Mund).“ Dann bezeichnete ich mein Leben noch bildgewaltig als einen Haufen vergammelter Kotze und beweinte, wie sehr ich mit meiner Figur zu kämpfen hätte.

Aber – verwächst sich alles (relativ). Die Einstellung, nicht die „Scheißausstattung“ – aber irgendwann dreht sich nicht mehr das gesamte Leben drum. Pubertät ist halt kacke. Perspektive, Perspektive.

Schlusswort: Ich finde es gut, dass ich noch komplette Outfits von damals habe, ich finde den Vergleich interessant.

*ich bin immer noch eine Färse, aber nicht mehr so jung ^^

Absolutes Ende: 1 x tanzen für Leute, die möchten 🙂

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4 Gedanken zu „Zeitreise per Klamotte, heute: 12.08.2007 und 28.09.2016

    1. maunzendemaus Autor

      Ich wurde damals von einem Typen als „die pummelige“ bezeichnet, weil er meinen Namen nicht wusste ^^ Hat mich damals zerstört, heute denke ich mir, dass es halt Idioten gibt 😉
      Wenn ich mir alte Fotos angucke, finde ich mein Gesicht sehr dünn. Aber ich habe auch markante Wangenknochen, starkes Kinn & Nase, das wirkt dann einfach krasser… Voll schlau, ein Beispiel, dass man nicht abgleichen kann xD
      Also, ich bin der Meinung, dass ich nicht *sehr* dünn war. Schlank schon, aber nicht dünn im Sinne von verkümmert oder knöchern. Die Pose tut vielleicht was dazu, Schulter nach vorn, Hintern raus, da hängt halt das T-Shirt vor 🙂

      Oktober 2007, selber Gewichtsstatus. Also, ich finde das noch voll im Rahmen.

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      Antwort
      1. roerainrunner

        Du hast einfach eine sehr schlanke Taille, glaub ich. Ich achte immer da mehr drauf, als auf den restlichen Körper.
        Aber „pummelig“, „dick“, „übergewichtig“ etc. sind hier absolut unangebracht bei diesen Fotos! „Normal“, „normalgewichtig“, etc. schon eher.
        Und ich find deine Taille toll, ich will auch so eine 😀

        Gefällt 1 Person

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