Wie eine Schublade mir die Schlüsselbeinsymmetrie versaute

Ich hab beim richtigen Lichteinfall endlich wieder so etwas wie Schlüsselbeinchen T_T
Leider ist nur der eine Knochen noch original (der rechte, denke ich – mein Rechts), der andere wurde unter dem Leib des Muttertiers zu Staub zermahlen. Naja, nicht zu Staub zermahlen. Aber so sage ich hier und jetzt: Meine Mutter hat mit das Schlüsselbein gebrochen! J’accuse!

Aber natürlich nicht mit Absicht. Iwo. Es trug sich so zu:
Irgendwann 1992, Klein-Maunz war 8 Monate alt, da nahm ihre Mutter sie auf den Arm, um sie gleich einer Riesin (in Maunzens kleinen grünen Äuglein war sie das zumindest) von A nach B zu tragen. 24 Jahre später dürfte dieses Unterfangen noch weniger von Erfolg gesegnet sein, aber bereits 1992 nahm es kein gutes Ende, obwohl das Maunzlein da nun WIRKLICH schlank war.
Denn Kind aufm Arm, im Kopp gedanklich schon am Ziel, bewegte sich meine Mutter mit mir auf dem Arm fort, als eine herren- und kommodenlose Schublade ihren Weg kreuzte. Obwohl natürlich eher meine Mutter den Weg der Schublade kreuzte, der genau genommen kein Weg war – die lag da einfach nur.
Mein Vater hatte den Auftrag erhalten, endlich mal die verdammt Schublade wegzuräumen. Ich weiß es nicht, aber ich denke, er wird genickt haben und beim Nicken floß der Gedanke an die Schublade schon wieder aus dem anderen Ohr hinaus. Zumindest saß die perfide Schublade zu füßen meiner Mutter, die eben jene, da sie Schublade nicht gesehen, nur ungenügend anhob – und sich einfach hinpackte. „Danke,“, werde ich gedacht haben, „der unterste war meiner.“ Ich wurde einfach hart geflundert. Kiddie Pancake. Baby-Smoothie. Miracle Baby? MATSCH BABY.

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Mein Schlüsselbein war auf jeden Fall durch. Checkten zwei Kinderärzte nicht, erst beim dritten Mal erkannte eine Ärztin namens Frau Armbrust mein Problem und verpasste mir etwas, was meine Mom heute einen „Rucksack aus Watte“ nennt. Ich war ein verdammt agiles Kind und krabbeln mit gebrochenem Schlüsselbein muss der letzte Dreck sein.

Naja, das linke Schlüsselbein ist heute einfach nicht so formschön wie das andere, etwas flacher gelagert. Immerhin hab ich keine Erinnerung an den Schmerz 😀

Die Moral von der Geschicht: Lass deinen Krempel halt einfach rumliegen – NICHT

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5 Gedanken zu „Wie eine Schublade mir die Schlüsselbeinsymmetrie versaute

  1. Katinka Bell

    Hättestes du nicht gesagt, dass die Schlüsselbeine nicht symmetrisch sind, wär mir das gar nicht aufgefallen, vom deine Taille bewundern. 😊
    „Narben“ machen einen interessant. 😉
    Meine Schwester hat mich als ich ca 4 war von einer 1m hohen Mauer geschubst. Dabei hab ich mir auch mein Schlüsselbein gebrochen. Was haben die Familienmitgleidern denn immer mit ihren Jüngsten und deren Schlüsselbeinen? Ich glaub bei mir ist alles wieder „rixhtig“ zusammen gewachsen. Muss gleich mal schauen ^^

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    1. maunzendemaus Autor

      Danke 😉
      Mir selbst war das auch nie großartig bewusst, der Mensch ist ja ohnehin asymmetrisch – ich kam erst drauf, als meine Mom mir die Story erzählte ^^
      Ich habe den Narben nach meine beiden Brüder sehr interessant gestaltet 😀 Kleiner Bruder bekam aus versehen einen Spaten unters Auge, wurde auf den Waschbeckenrand und einen Heizkörper geschubst, beim großen Bruder habe ich ihn bloß im Spiel um eine Plastikkiste gejagt, wobei er dann fiel und sich das Ohrläppchen am Rand der Kiste aufsäbelte. Da Frauen ja auf Narben stehen sollen habe ich ihnen wohl einen großen Dienst getan xD

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