Bi-Weekly Round-Up – ich summiere.

So. Hiermit begehe ich das Ende meiner zweiten Arbeitswoche. Irgendwie bleibt nicht viel vom Tag, wenn man um 6.45 losgurkt und um 18.20 heimkehrt. Schneidet ganz empfindlich in mein Zeitkonto. Aber noch ist vorlesungsfreie Zeit – sobald die Vorlesungen wieder losgehen, darf ich ohnehin nur noch maximal 19 Stunden machen. Ich möchte ja auch noch studieren. Also. Sag ich mir. Denn auch, wenn ich nur niederer Copy/Paste Sklave bin (und auch Porzellantassen-mit-Plastikdeckel-Onlinespürhund – unser Chef hat exaltierte Vorstellungen, wie der neue Teppich zu schützen ist) macht mir mein Job Spaß. Weil ich einfach mal einen guten Grund habe, aufzustehen, aus dem Haus zu gehen, und dann bin ich noch den ganzen Tag mit etwas irgendwie Sinnvollem zugange. Und als wäre das alles nicht genug, bekomme ich obendrein auch noch Schotter für dieses gratis Beschäftigungstherapie. Es ist wirklich ganz fabehalft.

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Zum Sport bin ich trotz 2-stündiger Fahrzeit auch noch gegangen. Läuft. Wobei mir meine Gelenke Sorgen machen. Sie sind einfach… minderer Qualität. Bei der Rudermaschine sitzend (die Version mit festem Sitz und Stangen, nicht diesem Rutsch-Dings) knorpelt mein rechter Ellenbogen oft rum. Dieses wabbelige Gefühl, dass er jetzt knacken muss, tritt unter dieser speziellen Belastung meiner Arme oft auf, und es ist echt ekelig. Aber keinen Plan, wie zur Hölle man einen Ellenbogen festigt oder das Gelenk vom Blockieren abhält.

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Ähnliches gilt für mein verdächtiges rechtes Knie. Es wabbelt. Beim Crosstrainer geht’s noch, aber auf dem Rad-Heimtrainer meines Freundes bekomme ich Knieschmerzen. Ich habe verdammt schwache Muskeln in dieser Region – als ich anfing im Studio, hatte mir der Trainer den Beinstrecker und den (ich nehme an er heißt so, ist das Gegenstück) Beinbeuger aufgeschrieben. Und der Beinstrecker (man sitzt, hakt die Knöchel unter eine gepolsterte Rolle und hebt so mit den Beinen das Gewicht) ist die EINZIGE Übung, die mir wirklich weh tut.

690_470_1272173-png-heroDas Rudern ist unangenehm, wenn der Ellenbogen blockiert, und das Laufen kann hart werden, wenn die Unlust mich befällt, aber ich KANN es trotzdem tun. Beim Beinstrecker tut einfach nur alles weh. Ich sage „alles“, konkret meine ich den großen Oberschenkelmuskel. Meine quads sind alles, aber nicht on fleek. Sie gehen vielmehr on strike, wenn ich diese Maschine besteige. Auf der niedrigsten Stufe (4,5 kg. VIER KOMMA FÜNF KILO) brennen meine Oberschenkel bei jeder Bewegung wie Feuer. Es tut einfach nur weh. Bei meiner ersten Erfahrung mit dem Studio hat es auch gedauert, bis ich 9 kg erreicht hatte… Zum Vergleich: auf dem Gerät, dass die seitlichen Muskeln an Oberschenkel und Po trainiert (man sitzt und muss die Beine öffnen, um damit die Gewichte rechts und links zu stemmen), sind die 41 Kilo kein Problem. Das ist auch im unteren Drittel der verfügbaren Gewichte, aber immerhin keine 4,5.

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Worauf wollte ich jetzt eigentlich hinaus… Also, Zusammenfassung:
Arbeit ist angenehm lang und wunderbar eintönig. Unser System ist so langsam, dass ich mir die Haut heute in Streifen vom Körper schneiden wollte, als das Speichern jedes angelegten Datensatzes jeweils VIER MINUTEN dauerte. Aber hey – their loss. Ich kann nicht schneller arbeiten, als der Computer mich lässt.
Ich gehe brav 2 – 3 Mal zum Sport und manchmal habe ich keine Energie für Cardio und bin nach 20 Minuten raus, an anderen Tagen aber können Equilibrium und Co. gar nicht so schnell hämmern, wie ich laufen will. Ganz abgesehen davon, dass ich nicht mal so schnell laufen kann, wie ich laufen will. Aber geil ist es dann trotzdem. Und mein rechter Ellenbogen und mein rechtes Knie sind feige Zitterbrüder, die sich zusammenreißen sollten.
Gewichtsmäßig stagnierte ich seit Ende August – zum einen durch mehr Essen, zum anderen vielleicht auch durch den intensiveren Sport.. Ich habe mich gestern recht leidenschaftlich verausgabt und bekam erstmal 1 kg mehr auf die Waage, ohne meinen Grundumsatz gesprengt zu haben. Wer weiß. Ich warte erstmal ab und schaue, dass ich wieder klar komme. Allerdings kommt tatsächlich ein bisschen Wind in die Flaute: Seit ich arbeite, hat sich das erste Mal wieder etwas nach unten bewegt. Ein strukturierter Tag bedeutet auch strukturierte Nahrungsaufnahme und packed lunches.

Und vollkommen ohne was mit irgendwas zu tun zu haben – ich kam heute auf den Trichter, mich im „boyfriend“ look zu „stylen“ und schmiss mich in (die) Schale (von bae). Dabei kreierte ich 2 super-sexy boyfriend looks *air quotes*. Die ein bisschen geschummelt sind, weil die T-Shirts meinem Freund nicht mehr passen, da zieht es bei ihm am Bauch kalt von unten rein. Und das Herren-Crop Top ist noch nicht wieder so akzeptiert, wie das weibliche. Es klauen zwar alle bei den 80ern & 90ern, aber da müssen wir uns noch gedulden.

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dussliges Schnittchen verkühlt sich die Nieren

Die T-Shirts trage also eh nur ich. Und naja – meinen eigenen (Männer)Band-Shirts sehen dann noch mehr nach „boyfriend“ aus. Aber die gehören mir ja selbst. Seine T-Shirts trage ich ohnehin, das ungewöhnliche sind eher, dass ich mir seine Jeans gekrallt habe. Und es ist eben einfach ein Triumph für mich, wieder in die Jeans meines Freundes zu passen (vom Sitz sprechen wir mal nicht, nur über die Fähigkeit des Stoffes, mein Fleisch vollständig zu bedecken), weil der ein Schmaltier ist. Juhu, endlich teilen wir uns wieder eine Jeansgröße. Sind zwar teilweise zu eng um bequem zu sein aber wayne

Und buuuuuh, sehen die an den Beinen scheiße aus. Leider passten meine Unterschenkel nichts ins Bild, so dass die volle Grausamkeit nicht zu sehen ist. Und ich bin 15 cm zu klein. Ich glaube, cheri und mich verbindet vor allem, dass wir beide unerhört lange Oberkörper haben. Das Ergebnis sind ganz entzückende Laufstummel und erheiternde T-Rex-Arme. Ich will jetzt was gemeines schreiben über genetische Verschmelzung & Rekombination und gewisse berüchtigte Medikamente, aber äääh… EIN VOGEL

*rennt weg, bleibt mit kleinem Zeh an Türrahmen hängen,jault auf und humpelt eilig fort, wüste Flüche ausstoßend*

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