Prokrastination [ich HASSE dieses Wort]

Wie kann es eigentlich sein, dass man früh aufsteht, weil man dringend Dinge erledigen muss, für die es eine SEHR reale Deadline und bei Nicht-Erfüllen SEHR reale Konsequenzen gibt (= das Durchfallen in der letzten Prüfungsleistung), aber DENNOCH … nichts tut?

Ich bin heute um 7.45 hoch, kurz einkaufen, Frühstück, bäm bumm bäng, um 9.30 hätte ich loslegen können und sollen mit Lesen. 20 vor 12 – nüscht. Und ich habe noch Berge von Text vor mir, die nicht mal das Schlimmste sind, ich muss auch noch fünf Filme gucken und analysieren für mein anderes Thema.  Und dafür die Textbasis aufarbeiten. Unfassbarerweise habe ich immer noch die innere Blockade, dass ich einfach nicht WILL – ich will mich nicht damit befassen, ich will mich nicht reindenken, weil es anstrengend ist. Ich hätte am 3.8. anfangen sollen mit meinen Vorbereitungen. Angfangen habe ich dann… am 17. Und es geht so schleppend voran. Und am 28. muss ich zwei Thesenpapier abgeschickt haben.

… selten dämliches Verhalten. Und ich will auch noch einen Master machen… WARUM

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4 Gedanken zu „Prokrastination [ich HASSE dieses Wort]

  1. moppelige Ninjakämpferin

    Na, da hoffe ich doch mal, dass da nicht die von mir geschürten Zweifel schuld sind. Das wäre nämlich völlig unberechtigt; solange Du zweifelst, ist ja alles super; Unis sind dazu da, kritisch denken zu lernen.

    Für die Filmanalyse empfehle ich als Einstieg ein Wittgenstein-Zitat, sowas wie „Das Bild stimmt mit der Wirklichkeit überein oder nicht; es ist richtig oder unrichtig, wahr oder falsch“.

    Dann erklärst Du, dass Du auf der Basis einer positivistischen Empistemologie im Sinne von Feyerabernds „Anything goes“ und auf Grundlage eines methodologischen Solipsismus durch Indizienforschung zu folgenden Erkenntnissen gelangt bist:

    1. …

    (klingt doch viel besser, als „ich habe mir alles Folgende frei ausgedacht, oder? Und keine Sorge wegen Wittgenstein, niemand versteht Wittgenstein.).

    Zudem hört Dir ab dem Punkt eh keiner mehr zu oder liest es ordentlich, vor allem nicht, wenn Du ganz, ganz viele hochtrabende, inhaltsleere Begriffe verwendest. Rede vor allem nur über Werte und Normen und niemals über indiskutable Inhalte, dann kann man Dir auch nicht so leicht widersprechen.

    Nimm zB diese Szene:

    (nur die 15 Sekunden).

    >Es wird hier vordergründig sehr deutlich, dass in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft selbst unabhängige und mutige Frauen, als die Katniss in den vorangehenden Filmen gezeichnet wurde, nur als Mittel zum Zweck benutzt, die Frau als solche also instrumentalisiert wird. Hier wird offenbar, wie selbst in einer als egalitär und mit ambivalenten und gleichberechtigten Geschlechterrollen, konzipierten Gesellschaft wie dem dystopischen Panem kulturelle Selbstverständlichkeiten die Frauen klein halten. Die Filmemacher konstruieren den inneren Konflikt der Protagonistin in dieser Situation zwischen den gesellschaftlichen Institutionen verbaler Hilflosigkeit, die sich – man bedenke hier, dass der Film schließlich ein Produkt des real existierenden Patriarchats ist – in ihrer Bitte an Haymitch, ihr zu helfen, und illustriert reziprok, dass Männer den begründeten Bedürfnissen einer Frau nur wenig Verständnis, Empathie oder gar Akzeptanz entgegenbringen. Die Filmemacher veranschaulichen Katniss hieraus resultierenden inneren Konflikt durch eine visuell wahrnehmbare Aufgeregtheit, ein beliebtes Stilmittel auch in der realen Gesellschaft, alle berechtigten Bedürfnisse von als weiblich gelesenen Personen unterzupriorisieren und ihnen keine Aktionsräume zu lassen.<

    Ja, natürlich ist das Unsinn, weil Feyerabends "anything goes" kein Freibrief dazu ist, beliebigen Blödsinn zu machen, wenn man ihn denn richtig versteht, und selbst wenn ist methodologischer Solipsismus keine sinnvolle Basis, um zu haltbaren Erkenntnissen zu kommen, aber was auch immer für eine Schwafelwissenschaft Du studierst, kommt man da halt schwerlich zu irgendwas, wenn man nicht schwafeln darf. Vielleicht überlegst Du Dir ja BWL für den Master; Marketing und Personalmanagement sind auch 90% Geschwafel, hat aber bessere Berufsaussichten als Soziowasauchimmer. Wenn der Bachelor das erlaubt, wäre mein Tipp Lehramt Englisch/Mathe für die Sekundarstufe I – also, wenn Du Kinder magst.

    Viel Erfolg bei den Arbeiten!

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    1. maunzendemaus Autor

      Die Zweifel habe ich schon eine Weile bzw. immer mal wieder 😉 Und die Aufschieberitis auch. Normalerweise setzten mir Prüfungen nicht so sehr zu, aber allein das Brimborium darum, dass es halt die Abschlussprüfungen sind, setzt mich unter zusätzlichen Druck. Und der Leistungsanspruch an mich selbst, gepaart mit unsinnigem ewigem Warten, bis ich loslege. Aber den Zeitmangel habe ich mir ja selbst eingebrockt.
      Die Frage, ob irgendetwas von dem, was wir über Filme oÄ von uns geben, berechtigterweise gesagt werden kann oder „frei erfunden“ ist, stellt sich für uns meist gar nicht – Zitat einer Dozentin: „Ja, dann müssen sie halt mal einfach eine Behauptung aufstellen“ ^^. In Medienwissenschaft habe ich in der Mündlichen über die Beziehung von Mensch und Android am Beispiel AI – Künstliche Intelligenz, die bildlich dargestellte Angst um menschliche Individualität sowie die medial bedingte „Künstlichkeit“ jeglicher Menschen im filmischen Bild gesprochen – und es halt einfach so behauptet, unter dünnem Feuerschutz von 3 Texten.
      Jetzt geht’s um Englisch – eines der Themen (Camp) ist ein Wackelpudding, und mir da etwa Schlüssiges zu Filmen, Musikvideos und Fernsehsendungen aus den Fingern zu saugen und dann hintenrum an Texte von Sontag oder Butler etc zu knüpfen… mehhhh.
      Für Lehramt hätte ich im Bachelor dann wohl eine zweite Sprache belegen müssen, aber Lehrer will ich auch nicht werden. Für Mathematik fehlt die Hirnmasse. Oder auch mir der Biss, sonst hätte ich vielleicht meinen Psychologieplatz trotz Schreckgespenst Statistik angenommen. Ich habe mich tatsächlich auch auf den Gender Studies MA beworben, aber ich glaube, das lasse ich lieber – mir liegt der theoretische Hintergrund nicht und ich weiß nicht, ob ich meine Mitstudenten, wenn sie tatsächlich dafür brennen, ertragen kann. Ich halte es nicht für kompletten Blödsinn, aber ich habe bei mir einige Grenzen festgestellt, die sich mit dem Fach nicht vereinbaren lassen.

      Danke!

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  2. GNB

    Kopf hoch! Sich nen Anreiz setzen, einmal ganz ruhig werden….
    Jetzt soll eine Stille in diesem Kommentar herrschen…



    UND DANN MIT DEM KOPF DURCH DIE WAND! Lese, gucke einen Film, denke dir: „das reicht“ und dann….. Ne, denke das nicht… Einfach durchziehen. Meist fehlt nur der erste Schubs und dann geht’s mehr oder minder von allein (wenn du mehr als nur den Anreiz hast,deinen Bachelor zu schaffen) 🙂

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